Versöhnung, Heilung, Reifung, Wachstum  

Zum allgemeinen Heil aller Menschen

In unserer jahrzehntelangen Zusammenarbeit haben wir bemerkenswerte Dinge entdeckt. Für manche Menschen wird einiges möglicherweise nicht bemerkenswert sein, aber uns hat es überrascht. Zum Beispiel wird unsere Welt von Naturgesetzen gesteuert. Es gibt zwei Arten von Gesetzen – menschliche Gesetze und Naturgesetze. Das, was wir mit Naturgesetz bezeichnen, könnte man auch mit dem buddhistischen Sanskritwort Dharma oder mit dem christlichen Wort Offenbarung bezeichnen.

Ein Beispiel für diese Naturgesetze ist der Wechsel von Tag und Nacht.
Wir haben über den Wechsel von Tag und Nacht keine Kontrolle. Das ist ein Naturgesetz. Ein weiteres Naturgesetz betrifft uns noch viel tiefer als der Wechsel von Tag und Nacht: die Tatsache, dass es eine sichtbare Welt und eine unsichtbare Welt gibt. Die sichtbare Welt besteht offensichtlich für uns alle aus den Dingen und Formen, die wir kennen, während die unsichtbare Welt all das ist, was wir nicht sehen können. Wir neigen dazu, uns vollkommen mit dem zu identifizieren, was wir sehen können, insbesondere auch mit unserem Körper. Gleichzeitig wissen wir aber, dass unser physischer Körper irgendwann in die unsichtbare Welt wechseln wird, ein Prozess, den wir „Sterben“ nennen. Was wir nicht verstehen und was unsere Kultur nicht versteht ist, dass der Lebensstrom nicht stirbt, wenn unsere Körper sterben.
Wenn wir unser sichtbares Leben dazu nutzen, uns auf unser nicht sichtbares Leben vorzubereiten, beginnen wir das Paradox zu verstehen, dass wir nicht sterben, wenn wir sterben. Es geht eher darum, unsere Identifikation mit dem Körper zu transformieren, damit sie problemlos sich in den Lebensstrom hinein auflösen kann. Ordinierte Mönche und Nonnen gehen in Klöster, um dieses Paradox zu verstehen und zu ehren. Aber jeder Mensch auf der Welt hat unbewusst dasselbe Ziel, den Übergang von der sichtbaren in die unsichtbare Welt mit Kopf und Herz zu verstehen. Und aufgrund dieses Naturgesetzes sagen wir, dass alle Männer Mönche sind und alle Frauen Nonnen. Das bedeutet natürlich das Klöster nicht beschränkt sind auf besondere Plätze, sondern dass die ganze Welt ein Kloster ist.

Das Problem dabei ist, dass der größte Teil der Menschheit das noch nicht sieht. Aber, da es hier um Naturgesetze geht, müssen wir wissen, dass wir früher oder später einen Preis dafür zu bezahlen haben, wenn wir sie nicht beachten. Wenn wir objektiv auf die heutige Welt schauen, sehen wir jetzt gegenwärtig bereits den großen Preis, den es uns kostet, auf Grund dessen, dass wir nicht in Harmonie mit den Naturgesetzen leben.

Wir müssen die Naturgesetze sehen können, um mit ihnen in Harmonie leben zu können. Um fähig zu sein, die Naturgesetze sehen zu können, müssen wir uns auf einen Prozess von HEILUNG, REIFUNG, WACHSTUM – Auferstehung und Erneuerung – einlassen. Wie wir wissen, tut dies der größte Teil der Menschheit nicht. Unsere Arbeit ist ein Versuch, Männern und Frauen aufzuzeigen, dass es diese Naturgesetze gibt. Um mit möglichst großem Glück zu leben, ist es notwendig, dass möglichst viele Menschen diese Notwendigkeit erkennen – in Harmonie mit den Naturgesetzen und Gott zu leben.

Letztendlich geht es um das, was Franz von Assisi mit folgenden Worten mehrmals ausgedrückt hat:
„ZUM ALLGEMEINEN HEIL ALLER MENSCHEN…“

VERSÖHNUNG MIT DEN ELTERN 
Unserem Verständnis und Wissensstand nach, ist diese gruppendynamische, ritualisierte Methode der Versöhnung/Aussöhnung mit den Eltern, die tiefste Form der Initiation für Männer in unserer postmodernen Gesellschaft. Vor allem die Versöhnung mit dem Vater bzw. mit dem Väterlichen (Autorität) und demnach mit „Gott-Vater“ ist einerseits herzzerreißend und andererseits herzensgütig. Es scheint so als ob der gütige und alles ummantelnde, liebende und barmherzige Vater noch nicht in der Welt angekommen ist. Allerdings ist dies die Bedingung der Möglichkeit, um die globalen Probleme lösen zu können. Die Aussöhnung mit der Mutter ist deshalb nicht weniger notwendig! Unsere initiatorische Männerarbeit hat in leicht abgewandelnder Form diese Methode der Aussöhnung unter „Visualisierung“ und „Festhalten in Liebe“ übernommen.

Es stehen für die Ausbildung der Mentoren, die diese Methode in der Seminararbeit anwenden wollen, fachlich kompetente Dozenten mit ihren Fortbildungsangeboten zur Verfügung. Wir danken von ganzem Herzen Frau Dr. Jirina Prokop für ihre so wertvollen Vorarbeiten und für die Übertragung der Versöhnungsarbeit. Hier noch eine kurze Erklärung:   

Die allererste grundlegende Erfahrung des Gehaltenwerdens macht jeder noch vor der Geburt im Bauch der Mutter. An diese Quelle des Ur-Seins muss der Mensch immer wieder in seinem Leben vertrauend sich einbinden können, wenn er in eine Schieflage, in ein Ungleichgewicht kommt – Seelenkrise!

Um die zerstörerischen Affekte verwandelnd loszulassen und eine kathartische (seelisch-psychische Reinigung) Versöhnung mit sich selbst und seinem Nächsten zu feiern, muss er dessen Nähe spüren können. Bei der Aussöhnung/Versöhnung mittels „Emotionaler Konfrontation“ und „Festhalten in Liebe“ kann er sich bei seinem Gegenüber – bei ihm und gegen ihn – aufbäumen, seine inneren Widerstände ausleben, seine Wut und Rasche ausschreien, seine Trauer und seinen Schmerz ausweinen. Wenn diese Erlebnisse der vorbehaltlosen, bedingungslosen Liebe und der Bindung (Urvertrauen) fehlen, dann muss der Mensch seinen Schmerz auf psychosomatischem Wege ableiten oder mit Ersatzbefriedigungen, Neurosen, Zwangsstörungen, Angst- und Panikattacken oder Süchten betäuben. Falls bei ihm das Festhalten als Lebensform versagt, braucht er es als Therapie, um sich von seinen autistischen und neurotischen Zwängen und Süchten zu befreien.

Die Festhaltetherapie als „Holding“ zunächst bei autistischen Kindern und deren Eltern führte Martha Welch (New York) ein. Der Nobelpreisträger N. Tinbergen begründete „Holding“ als die instinktivste Therapiemaßnahme. Verwandt ist das Festhalten mit „Bonding“ nach D. Casriel und W. Lechler.


3-teiliger Lehrgang

Dipl. LSB & Festhaltetherapeut Bernhard HUTER
0043 (0) 664 / 114 16 17

 

Dipl. LSB & Dozent Peter A. Thomaset
0043 (0) 676 / 602 68 67